Ein bewegtes Leben in Ascona und der Welt - Masha Dimitri
Wir unterhalten uns mit Masha, der Tochter des Clowns Dimitri. Das ist ihr Leben, sicher, aber es ist auch eine Geschichte die uns interessiert und berührt zugleich. Aber Masha ist vor allem diese immer freundliche Frau, die viele von uns kennen. Wir wollen mit ihr eine kleine Reise unternehmen in die Kunst die sie gelernt hat und wie sie bestanden hat im Umfeld des Dimitri- Universums in Verscio. Wir wollen wissen, wie sie heute auf diese Zeit zurückblickt und was sich seit dem Tod ihres Vaters für sie verändert hat. Wir wollen auch wissen wie die Geschichte weiter geht, das Theater und die Schule gibt es ja immer noch und ihre ebenfalls auf Bühnen und Zirkuszelten aktiven Geschwister auch.
Soviel ist gewiss, wir können uns auf einen sehr lockeren und unterhaltsamen Abend mit Masha freuen!
Mit 15 Jahren beginnt sie ihre professionelle Ausbildung an der Zirkusschule in Budapest mit dem Hauptfach Schlappseil. Nach zwei Jahren wechselt sie an die Scuola Teatro Dimitri, wo sie ihre Ausbildung im Schauspiel und Seiltanz fortsetzt. Es folgen internationale Engagements, unter anderem beim Cirque du Soleil, Big Apple Circus in New York und Circus Knie. Von 1988 bis 1990 ist sie Mitglied der Compagnia Teatro Dimitri. Ab 1993 arbeitet sie als Regieassistentin und Choreographin für Zirkus und Theater. 1994 wird ihre Tochter Kira geboren. Es entstehen zahlreiche Eigenproduktionen – darunter das Solostück Sala di prova (1997), Upside Down (2001, mit Kai Leclerc) und Le Fil Rouge (2002), jeweils unter der Regie von Dimitri. Es folgen Regien für den Circus Monti, die Compagnia Teatro Dimitri und das Variété der Scuola Teatro Dimitri. 2009 gastiert La Famiglia Dimitri im New Victory Theatre am Broadway. Von 2012 bis 2014 leitet sie das Teatro Dimitri in Verscio. Es entstehen weitere Gemeinschaftsproduktionen, darunter DimiTRIgenerations (2014) und das Kinderstück Maestro Charivari (2015) für das Lucerne Festival. 2016 wirkt sie im Freiluftspiel Sogni di un’altra Vita auf dem Monte Verità mit – kurz darauf stirbt ihr Vater Dimitri, mit dem sie immer in engem künstlerischem Austausch stand. Seit 2017 tourt sie international mit ihrem clownesken Solostück La Coeurdonnière (Regie: Yves Dagenais) sowie mit Fil Rouge und Dimitrigeneration, parallel zu weiteren Theaterprojekten in der Schweiz und im Ausland.